Entfernungen:
nach Corvo: 500 km
nach Faial: 257 km
nach Flores: 494 km
nach Graciosa: 225 km
nach Pico: 201 km
nach Santa Maria: 96 km
nach Sao Jorge: 184 km
nach Terceira: 139 km
Besonderheiten:
Im Süden liegt Ponta Delgada - Hauptstadt und Zentrum zugleich. Prächtige Häuser, schöne Kirchen und Klöster zeugen noch heute von ihrer Vergangenheit.
Östlich davon liegt Vila Franca do Campo, die ehemalige Hauptstadt der Azoren. Im Jahr 1522 wurde die Stadt durch ein Erdbeben komplett zerstört.
Der Osten und Westen der Insel werden je geprägt durch eine Bergkette. Auf beiden Hochlagen wie auch im Norden kann man herrlich wandern. Die vielen kleinen Dörfer sollte man sich alle in Ruhe näher ansehen.
Ursprünglich bestand die Insel aus zwei getrennten Insel. Im Laufe der Zeit sind die beiden Vulkanmassive dann in der Mitte zusammen gewachsen. Diese flache Ebene ist heute die fruchtbarste Fläche der Insel.
Es gibt vier große Krater: die Caldeira das Sete Cidades im Westen, die Caldeira do Fogo wo es zuletzt 1563 zum Ausbruch kam, die Caldeira das Furnas im Osten die Caldeira da Povoacao die schon halb erodiert ist.
Das älteste Gestein findet man am Massiv des Pico da Vara im Osten. Man vermutet das der Bereich um Nordeste vor ca. 4 Mio. Jahren Jahren als erstes an die Oberfläche trat. Vor ca. 3 Mio. Jahren folgte das Gebiet um Povoacao. Vor ca. 750.000 Jahren entstand der Bereich um Furnas. Die Caldeira von Furnas ist rund 100.000 Jahre alt. Vor ca. 500.000 Jahren trat ein Vulkan im Bereich von Sete Cidades durch das Meer von der bis dahin schon bestehenden Osthälfte getrennt an die Oberfläche. Das Gebiet um den Lagoa do Fogo entstand vor ca. 250.000 Jahren. Erst vor ca. 50.000 Jahren wuchsen beide Inselteile allmählich zusammen. Die unzähligen Vulkangekel nördlich von Ponta Delgada sind heute noch eindeutig erkennbar.
Formigas:
Außer den neun Inseln gibt es da noch die unbewohnten Formigas. Die kleinen Inseln liegen zwischen Santa Maria und Sao Miguel, ca. 35 km vor der Küste von Santa Maria.
Diese kleinen Inselchen ragen teilweise nur wenige Meter aus dem Meer und sind allesamt unbewohnt. Sie gelten als Taucherparadies, obgleich die Tauchgänge inzwischen eingeschränkt sind. Die Formigas sind nämlich zur Naturschutzzone erklärt worden. Taucher wie Angler benötigen inzwischen eine Lizenz. Viele Brutvögel nisten hier und auch unter Wasser ist der Reichtum so groß, dass man auch einmal einen dicken Brocken an den Haken bekommen kann. 1995 wurde hier mit einem 480 kg schweren und 4,7 m langen Schwertfisch der "Frauen-Weltrekord der Schwertfische" erzielt.
In der Schiffahrt sind die Formigas gefürchtet. So mancher Kapitän erlitt hier schon Schiffbruch. Inzwischen markiert hier ein Leuchtfeuer die Inselgruppe, dessen Leuchtfeuer nachts auch von Santa Maria aus zu sehen ist.