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Heilig-Geist Feste
das heiligste Fest der Azoren  
in Norte Grande, Sao Jorge
in Norte Grande, S. Jorge
Der Heilige Geist, Espirito Santo, nimmt eine wichtige Rolle im Leben der Azoreaner ein. Ihm zu Ehren hat man überall kleine Kapellen - die Imperios - errichtet.

Das lebhafte Fest findet alle Jahre wieder zwischen Pfingsten und der ersten Oktoberwoche statt. Jeder Ort hat seinen eigenen Termin. Höhepunkt und zugleich Beginn der Feierlichkeiten ist der siebte Sonntag nach Ostern.


Die Dankesfeste sind traditionelle und lebhafte Volksfeste, an denen sich die gesamte Gemeinde beteiligt. Sie haben Tradition und das Brauchtum hat seinen Ursprung im Jahr 1160 in Frankreich. Ursprünglich wurde mit dem Fest Armen und Kranken geholfen.
Nach Portugal hat sie 1296 Königin Isabel von Aragon(1270-1336) eingeführt. Um 1300 wurde der Brauch geschaffen, einem Bauern einen Tag lang eine Kaiserkrone aufzusetzen. Mit den ersten Siedlern und den Franziskanern kam die Tradition dann auch auf die Azoren und die Bevölkerung bringt damit bis heute ihren Glauben zum Ausdruck. Jede Insel hat dabei im Laufe der Jahrhunderte eigene Rituale entwickelt.

Die Termine sind von Ort zu Ort verschieden. Das Heilig-Geist-Fest wird von der jeweiligen Bruderschaft, den Irmandades do Espirito Santo ausgerichtet. Sie sorgen für die Ausgabe von Speis und Trank.
Auf Terceira feiert man am ausgiebigsten.
die Krone
die Krone


Imperio:

Der Imperio darf in keinem Dorf fehlen. So nennt man die kleinen Heilig-Geist-Kapellen, die man schon von weitem an den drei Symbolen Krone, Zepter und Taube erkennt.
Die drei Symbole sind das Sinnbild für den Heiligen Geist, Espirito Santo. Der Giebel wird meist von einer Krone oder einer Taube geschmückt. Die Kapellen sind meist bunt bemalt. Am Schönsten sind die Imperios auf Terceira. Innen findet man einen Altar mit der Krone.
Die ersten Imperios waren nur schlichte Holzhütten (Triatos). Inzwischen hat man in den vergangenen zwei Jahrhunderten alle massiv neu gebaut.
Der Imperio bleibt das Jahr über verschlossen. Nur zum jährlichen Fest öffnet man seine Türen.

Gemeinsamkeit aller Heilig-Geist-Feste ist die Verehrung des Heiligen Geistes und die rituelle Verteilung von Nahrungsmitteln als Zeichen des ursprünglich karitativen Zweckes dieses Festes.


Ablauf:

Die Feier besteht eigentlich aus zwei Teilen: in jedem Jahr darf ein anderer die Krone tragen. Wem die Ehre gebührt, darüber entscheiden die Kaiser der vergangenen Jahre. Im Haus dieser Familie wird dann ein Altar aufgebaut. Hier werden die Insignien des Heiligen Geistes aufgestellt. Der Weg von Haus des jeweiligen Imperadors hin zum Imperio ist geschmückt mit einer Kette bunter Blumen und Fahnen.
Der gekrönte Imperador stammt aus den Bruderschaften. An diesem Tag ist er verantwortlich und darf sich mit der Silberkrone wahrlich als Herrscher fühlen. Nicht fehlen darf die Kaiserkrönung, die Grande Coroacao. Krone und Zepter werden dabei auf einem Silbertablett gereicht. Schon am Samstag vor dem eigentlichen Fest verteilt die Familie des Imperadors Essen (meist Fleisch und Brot) an die Armen in der Gemeinde. Schon in den Tagen zuvor zieht der Kaiser mit seinen helfern durch die Gemeinde um mit Krone und Zepter Spenden zu sammeln. Geldspenden werden dabei in Fleisch, Brot und Wein gewandelt. An diesem Tag ist das aber mehr eine Ehre als eine Pflicht. Abends beginnt dann mit Musik und Tanz das eigentliche Fest, das weit in die Nacht hinein reicht. Sonntagvormittags folgt dann die Prozession. Eingerahmt von Samtbändern und gefolgt von der örtlichen Blasmusik schreitet der Kaiser mit seinem Gefolge durch die Strassen der Gemeinde. Der Kaiser hat dabei für genügend Nachschub an der Essensfront zu sorgen. Höhepunkt aber ist die Heilig-Geist-Suppe, die stärkende Sopa do Espirito Santo. Sie wird an jeden ausgeschenkt und fällt je nach Etat, mal üppig, mal einfach aus. Jeder gibt eben, was er hat. Dazu werden Brot und Fleisch gereicht. Anschliessend gibt es das süße Festtagsbrot Massa Sovada und den traditionellen Vinho de Cheiro. Auch als Tourist wird man wohl umsorgt und eine Einladung darf man schon allein des Anstands wegen nicht ausschlagen.

Diese Feiern finden meist im Sommer statt. Auch viele Exil-Azoreaner kommen zu dieser Zeit auf die Insel und so wird das Heilig-Geist-Fest auch zu einer Wiedersehensfeier.

Zum Fest gehört auch der zweite Teil in Form einer Prozession deren Beginn schon von weitem an den Böllerschüssen zu hören ist. Begleitet wird der religiöse Umzug von den örtlichen Blaskapellen, den Filarmonicas. Diese imperios findet in der Regel an Pfingsten statt. Dabei werden die Kronen von der Heilig-Geist-Kapelle zur Kirche und wieder zurück gebracht.

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