Nach einem guten Jahrgang 2009 wird es 2010 keinen Spitzenwein auf den Azoren geben. Auch die Menge bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Alle Weinauern und Kooperativen klagen über nur geringe Erntemengen, die um 50 – 80 % unter dem Vorjahr liegen werden. Einzelne Weinbauern sprechen sogar davon, erst gar keine Trauben zur Weiterverarbeitung an die Kooperativen abliefern zu können. Grund für den Ernteausfall sind die klimatischen Bedingungen in diesem Jahr. Der Winter war sehr hart und nass, die Luftfeuchtigkeit anschließend hoch. Das führte u.a. zu Krankheiten an den Weinreben. Wer nicht reichlich oder zum falschen Zeitpunkt Chemie einsetzte, hat nun keine Ernte.
Auf Pico, in der Cooperativa Vitivinícola da Ilha do Pico, geht man von einem Rückgang von 80 % aus. Önologin Maria Álvares macht nur wenig Hoffnung auf eine gute Ernte. Für Einzelne sei es ein Totalausfall. In der Kooperative kommen 232 große und Kleine Weinbauern zusammen und ernteten 2009 759 Tonnen Trauben. Eine halbe Million Liter Wein und andere Produkte wurden daraus gewonnen. Bereits letzte Woche begann hier die erste Lese der frühen Sorten. In der Kooperative entstehen die Weine Frei Gicante, Terras de Lava branco, Terras de Lava tinto, Terras de Lava Rosé, Basalto, Cavaco Tinto, Lajido.
Auch im Hause Curral Atlantis auf Pico geht man von einem Ausfall von 50 – 80 % aus. Marco Faria, der sechs Markenweine produziert, spricht davon, dass besonders die weißen Sorten stärker betroffen sind als die blauen. In dem Betrieb, der rund 300 ha bewirtschaftet und Trauben hinzukauft, wird die Ernte in zwei Wochen beginnen. Bei ihm werden durchschnittlich 75.000 Flaschen abgefüllt, was einer Menge von ca. 53.000 Litern entspricht.
Die Adega Cooperativa dos Biscoitos auf Terceira klagt über einen Ausfall von 50 – 60% in diesem Jahr. Präsident Alcino Meneses. Er hat aber mit Bauern gesprochen, die nur ein bis zwei Körbe voll Trauben ernten werden. Die 50 angeschlossenen Weinbauern produzieren im Schnitt 15.000 Liter Verdelho und 12.000 Liter Rotwein. 2009 wurden 22 Tonnen geerntet.
Auf Graciosa sind der Adega Cooperativa 20 Weinbauern angeschlossen. Ana Silva berichtet von einem Ertrag von 13 Tonnen in 2009 und einem starken Rückgang in diesem Jahr.
Nach einem stürmischen und feuchten Wochenende verkehren die Fähren der Atlanticoline und der Transmacor wieder nach dem Regelfahrplan. Veide Fährbetreiber hatten sich in den vergangenen Tagen aus Sicherheitsgründen dazu entschlossen, die Fährverbindungen teilweise abzusagen. Momentan ist nur die Verbindung zwischen Flores und Corvo mit der kleinen Ariel noch unmöglich. Das soll sich dann auch ab Dienstag wieder bessern.
(HOR) Am Wochenende wurde in der alten Walverarbeitungsfabrik am Porto Pim in Horta der 67. Jahrestag seit der Inbetriebnahme gefeiert. In dem Gebäude ist inzwischen ein Museum und das Observatório do Mar untergebracht. 1943 wurde die Fabrik in Betrieb genommen und war damals mit einem hohen Automatisierungsgrad eine der modernsten ihrer Art. Innerhalb der dreißig Betriebsjahre wurden 1950 Pottwale verarbeitet. 1974, als der Walfang weltweit zurück ging, schloss die Fabrik für immer. 1980 hat die Regierung den Komplex erworben und das Gebäude dann 1984 als allgemeines Kulturgut eingestuft. Seit 2004 ist das Observatório do Mar dos Açores darin untergebracht, das an die Universität der Azoren angeschlossen ist.
httpv://vimeo.com/12545218
(SMI) Er war nur zwei Seemeilen vor Mosteiros unterwegs, aber dennoch hilflos auf dem Meer. Die Seenotrettungszentrale auf Ponta Delgada mußte einen Seemann brasilianischer Herkunft retten, nachdem es auf seinem Schiff Probleme mit dem Ruder gab. Der Alarm ging gestern um 22.30 Uhr ein. Der Mann war allein auf seinem neun Meter langen Schiff unterwegs, das von Horta auf dem Weg auf die Kanaren war. Ein Fischerboot schleppte das hilflose Schiff schließlich an Land, wo es in Rabo de Peixe nun auf eine reparatur wartet.
| 09.09.2010 – Donnerstag | |||||
| HR | 14:45 |
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| 15.09.2010 – Mittwoch | |||||
| 3sat | 12:50 |
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| 19.09.2010 – Sonntag | |||||
| Anixe HD | 1:55 |
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| 20.09.2010 – Montag | |||||
| Bayern | 2:30 |
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Die Übernachtungszahlen auf den Azoren sind weiter rückläufig. Bis Juni verzeichnet man einen Rückgang von im Schnitt 4,5 %. São Jorge ist davon am stärksten betroffen. Graciosa dagegen profitiert vom neuen Hotel und hat den größten Zuwachs – allerdings nur prozentual gesehen, denn die meisten Touristen in Zahlen gesprochen übernachten woanders. Im ersten Halbjahr wurden 21.657 Übernachtungen weniger registriert als noch 2009 (-4,78%). Sao Jorge ist negatives Schlußlicht (-14,62%), gefolgt von Sao Miguel (-8,73%) und Terceira (-7,78%). Graciosa ist Spitzenreiter und hat mit einem Zuwachs von 105% seine Übernachtungszahlen dank der neuen Hotelkapazität verdoppeln können. Auch auf Flores hat das neue Hotel Impuls geben können (+38%). Pico legte mit 25% zu, Santa Maria mit 18%. Die meisten Touristen in nakten Zahlen gesprochen übernachten auf Sao Miguel und Terceira.
Die Regionalstraße EN1 zwischen Porto Formoso und Sao Bras bleibt gesperrt, bis das Wetter wieder besser wird. Weil die Euroscut Sicherheitsbedenken hat, ist ein Passieren dieses Streckenabschnitts an der Nordküste von Sao Miguel nicht möglich. Zuvor gab es immer wieder kurze Unterbrechungen des Verkehrs. Weil der starke Regen aber auf der durch die Bauarbeiten an der SCUT sowieso unsicheren Strecke aber zu Schäden am Streckenverlauf führen könnte, gehe die Sicherheit vor. Bis zuletzt wurden hier bei den Bauarbeiten teils große Steinblöcke am neuen Böschungsverlauf entfernt. Heute Nachmittag soll die Lage nochmals überdacht werden. Als Ausweichroute bleibt die schmale Straße durch die Ortschaften selbst. Schwerlastverkehr muss über den Süden der Insel weiträumig ausweichen.
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