(SMI) Nach dem heftigen Unwetter heute Nacht dauern die Aufräumarbeiten weiter an. Besonders in den Kreisen Nordeste und Vila Franca gab es zahlreiche Schäden. Zwischen Agua de Pau und Vila Franca kam es gleich zu vier Erdrutschen, die die Straße versperrten. Auch zwischen Maia und Nordeste ist die Straße mehrfach unterbrochen. Überall liegen abgebrochene Bäume über die Fahrbahn. An mehreren Stellen sind Fahrzeuge von den Erdrutschen eingeschlossen und kommen nicht mehr weiter. Brücken drohen, unterspült zu werden. An vielen Stellen sind die Begrenzungsmauern beschädigt oder schon abgerutscht. Der Busverkehr ist eingeschränkt und zwischen Furnas und Povoacao sowie zwischen Maia und Nordeste unterbrochen. Am Hafen von Caloura wurden vier Fischerboote komplett zerstört, als ein Steinschlag niederging. Inzwischen mußten auch die Arbeiten an der SCUT, der neuen Schnellstraße, eingestellt werden. Die Bauverantwortlichen haben dazu eine Hotline unter 296-929304 eingerichtet, unter der Schäden gemeldet werden können.
Über 150 Mann aus verschiedenen Behörden sind zusammen mit der Feuerwehr im Noteinsatz. Die Schäden an den landwirtschaftlichen Wegen oberhalb der Hauptstraßen sind noch garnicht erfasst. Ein Großteil in den Gemeinden Santana und Achada ist wohl unpassierbar.
Auch auf der Nachbarinsel Santa Maria kam es durch das Unwetter zu mehreren Schäden durch Erdrutsche, Steinschlag und entwurzelte Bäume.
Die Windböen in dem Wintersturm erreichten auf Sao Miguel Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h; auf Santa Maria wurden bis 101 km/h gemessen. Seit Wochen gibt es auf den Azoren bereits überdurchschnittliche Niederschläge, die das Erdreich aufgeweicht hatten.
(SMI) Jetzt haben es auch die Behörden bestätigt: bei dem Busunfall am Morgen auf Sao Miguel ist der Fahrer ums Leben gekommen. Der Mann wurde inzwischen tot im Fluss gefunden. Der 39jährige Fahrer des mit Schülern besetzten Schulbuses wurde heute früh aus dem Fahrzeug geschleudert und weggespült, nachdem der Reisebus mit 53 Sitzplätzen von einem Erdrutsch erfasst und von der Straße gerissen wurde. Es ist einer der schrecklichsten Unfälle der letzten Jahre auf den Azoren. Ein Wunder, dass überhaupt jemand überleben konnte. Der Reisebus ist komplett auseinander gerissen, liegt ganz unten in der Schlucht. Der Bus rutschte über hundert Meter den Hang hinab und blieb an den Flanken des Ribeira da Mulher hängen. Sonst hätte der reisende Bach alle mitgespült. Glück im Unglück: zum Zeitpunkt des Unfalls waren nur der Fahrer und drei Schüler in dem Bus. Zwei davon mußten sofort ins Hospital gebracht werden. Ein 16 Jahre alter Junge erlitt einen Beinbruch. Das dritte Kind ist noch immer vermisst. Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass es nur noch tot geborgen werden kann. Es handelt sich dabei um die 10jährige Zwillingsschwester eines Mädchen, das ebenfalls im Bus war. Der Bus befindet sich in einem schwer zugänglichen, äußerst steilen Bereich viele Meter unterhalb der Hauptstraße.
Vor einigen Jahren gab es ein ähnliches Unglück zwischen Furnas und Povoacao, das ebenfalls Todesopfer forderte. Damals war ein ganzer Straßenteil weggebrochen, samt Fahrzeug.
01 Mrz
von ROM - Kategorie: Sao Miguel
(SMI) Ein Unfall mit einem Schulbus hat heute vermutlich auf Sao Miguel mehrere Opfer gefordert. Genaue Zahlen möchte der Zivilschutz bislang nicht nennen. Die Rede ist von zwei bis drei Toten und mehreren Verletzten. Vermutlich sind unter den Opfern auch ein oder zwei Kinder. Bislang gelten der Fahrer und ein Kind als vermisst. Zwei Kinder sind in ein Hospital eingeliefert worden. Der Bus war bei Nordeste gegen 8.25 Uhr am Morgen zwischen Algarvia und Feteira durch einen Erdrutsch von der Straße abgekommen und viele Meter den Hang hinab gestürzt. Der Bus legt die Strecke täglich zurück, doch noch ist unklar, wer alles in dem Bus heute unterwegs war. Wegen des anhaltend stürmischen und regnerischen Wetters ist die Bergung bislang sehr schwierig. Nur zögerlich können die Rettungskräfte an den Unglücksort vordringen. Einzelne Straßenabschnitte sind nur schwer passierbar. Zwischen Salga und Nordeste ist die Hauptstraße nun geperrt. Der beste Weg nach Nordeste ist derzeit über die Südküste über Povoacao. Der Zivilschutz fordert ausdrücklich dazu auf, sich nicht mit dem Auto in dem betreffenden Abschnitt der Insel zu bewegen, bis die Situation auf den Straßen wieder in Griff ist.
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