Thermalwasser von Carapacho auf Graciosa bald wieder zugänglich

12. Mai 2010 | Von | Kategorie: Graciosa

(GRW) Die Umbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Die Wannen geputzt und neue Versorgungsleitungen gelegt. Doch ein Eröffnungstermin für die Therme von Carapacho auf der Azoreninsel Graciosa besteht nicht. dabei zählt das Wasser, glaubt man der 2006 veröffentlichten Analyse, in seiner Heilwirkung zu den stärksten Thermalwässern Europas.
Das behauptet Sibylle Vogel, ausgebildete Klangtherapeutin, die auf eine langlährige Berufspraxis zurückblickt und seit einigen Jahren zusammen mit ihrem Lebensgefährten in einer netten Quinta in eben diesem Thermalbadeort im Süden ihre Wahlheimat gefunden hat. Aus dem Zahlenwerk der Analyse hat sie einen netten wie verständlichen Artikel zusammen gestellt, den sie uns freundlicherweise zur Verfügung stellte:

„Bekannt sind die heißen Quellen auf Graciosa seit 1750. Die Gebäude der ‚Termas do Carapacho‘ wurden von 1947 bis 1951 errichtet, 1993 renoviert und nun von Grund auf erneuert.
Eines der besten und in der Heilwirkung stärksten Thermalwässer in ganz Europa ist damit wieder zugänglich und ein echter Geheimtipp für die Gesundheit.

In Deutschland gibt es eine umfassende gesetzliche Verordnung, nach der Quellen und Kurorte eingestuft werden. Eine Quelle darf sich nur dann Heilquelle nennen, wenn im Quellwasser Liter mindestens 1.000 mg Mineralstoffe gelöst sind, wobei alle die Ionen herangezogen werden, die über 20 Äquivalentprozenten liegen. Im Quellwasser von Carapacho sind es über 6.500 mg gelöste Mineralstoffe pro Liter. Es ist ein Sulfatwasser, das aber auch große Mengen an Natriumhydrogencarbonat (Bicarbonat), Chlorid, Natrium, Kalzium und Magnesium enthält.
Die Temperatur des Quellwassers beträgt knapp 40 Grad Celsius, was bedeutet, dass es für Bäder direkt angewendet werden kann und nicht gekühlt werden muss (was verdünnen, also mischen mit Leitungswasser bedeuten würde).
Der pH-Wert des Quellwassers in Carapacho beträgt 7,2. Wasser, bei dem sich Säuren und Basen im Gleichgewicht befinden, hat einen pH-Wert von 7,0. Das Blut des Menschen hat idealerweise einen pH-Wert von 7,4, es ist also leicht basisch. Das Quellwasser von Carapacho ist ebenfalls leicht basisch, was in der heutigen Zeit, in der fast jeder Mensch mit ernährungs- und lebensstil-bedingter Übersäuerung zu kämpfen hat, ein echtes Geschenk ist. Das Wasser entgiftet und entschlackt.

Bäder in mineralstoffreichem heißem Wasser wirken auf verschiedenen Ebenen:
Durch Warmbäder werden Tiefenreize gesetzt, der gesamte Organismus erfährt in milder Weise eine Steigerung seiner Lebensfunktionen.
Die Vermittlerfunktion der Haut spielt bei jedem Bad eine entscheidende Rolle. Das von der Haut aufgenommene Wasser wandert nicht sofort ins Körperinnere, sondern wird zunächst von der Haut festgehalten. Das Wasser wird von den in der Epidermis gebildeten Depots ganz allmählich, und noch lange nach Verlassen des Bades, unter Umgehung des Blutkreislaufes, in den extrazellulären Raum des Körperinneren überführt und kann dort unter Entfaltung seiner physiologischen Effekte wirksam werden, ohne dass akute Gegenreaktionen auftreten.

Ein heißes Bad entspannt und entkrampft ganz allgemein, es säubert die Hautoberfläche, aber wäscht auch seelische Verstimmungen ab – es reinigt äußerlich und innerlich. Badekuren im mineralreichen Schwefel-Wasser von Carapacho können bei Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und Hautproblemen jeder Art helfen und ebenso bei Erschöpfung, Müdigkeit und depressiven Symptomen.

Im Quellwasser von Carapacho ist 265 mg pro Liter Sulfat enthalten. Das ist eine hohe Konzentration. Schwefelwasser mit einem Gesamtschwefelgehalt von mehr als 1 mg pro Liter gilt bereits als therapeutisch wirksam. Schwefelbäder sind nicht immer und unbedingt Wohlfühlbäder. Schmerzen und negative Begleiterscheinungen können zunächst wieder aufflammen, bevor sie durch die Umstellung des Stoffwechsels und die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte verschwinden.

Chlorid ist das wichtigste negativ geladene Teilchen (Anion) in der extrazellulären Flüssigkeit. Es ist im Wasser von Carapacho mit 3200 mg pro Liter enthalten. Es bildet im Körper das Gegengewicht zu Natrium, dem wichtigsten positiv geladenen Teilchen im Extrazellulärraum.
Chlorid hat Bedeutung für die Regulation des Wasserhaushaltes, das elektrische Potenzial der Zellen und somit für die Nervenreizleitung, den Herzrhythmus und die Muskelarbeit. Auch für den Säure-Basen-Haushalt ist Chlorid wichtig.

Natriumhydrogencarbonat (Bicarbonat) ist im Wasser von Carapacho mit 1000 mg pro Liter enthalten. Es ist der wichtigste Blutpuffer zur Regulierung des Säure- Basen- Haushaltes.

Zu beachten ist – die Konzentration an gelösten Mineralien in der Quelle von Carapacho ist sehr hoch ( sechsmal höher als z.B. in den Quellen von Bad Füssing im Allgäu, die damit werben, Europas Heilbad Nummer eins zu sein). Man sollte seine Bäder also vorsichtig dosieren – nicht als eine halbe Stunde – und nicht öfter als drei Mal in der Woche. Bei bekannten Vorerkrankungen und bei schlechtem Allgemeinbefinden sollte unbedingt vorher ein Arzt oder Therapeut konsultiert werden.“

Analyse aus dem INOVA-Labor aus dem Jahr 2001 (im Vergleich dazu das in Bad Füssing/Bayern):

Name der Substanz Werte in Carapacho Werte in Bad Füssing
pH-Wert 7,2 7,21
Wassertemperatur (Grad Celsius) 39,7 56
Cond Eléct /mS/cm) 10  
Gesamtmenge der gelösten Substanzen – TDS (mg/L) 6580 1142
Silizium (mg/L) 138  
Nitrit (Microgramm/L) <3  
Nitrat (mg/L) 4,4  
Fluorid (mg/L) 0,3 6,19
Clorid (mg/L) 3200 165,3
Bicarbonat (mg/L) 1000 611,2
Sulfat (mg/L) 265 8,4
Amoniak (mg/L) <0,02  
Natrium (mg/L) 1840 302,5
Kalium (mg/L) 145 17
Kalzium (mg/L) 173 24,8
Magnesium (mg/L) 280 3,8
Eisen (mg/L) 0,024 0,16
Bor (mg/L) 1,7  
Arsen (Microgramm/L) 43  

Quelle: Sibylle Vogel.

Mehr Informationen über die Angebote und Leistungen von Sibylle Vogel in der Quinta da Gabriele erhält man bei ihr direkt auf der Website www.azoren-gesundheitsurlaub.com.

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