Unterwassertourismus

22. Mai 2006 | Von | Kategorie: Azoren, Terceira

(TER) Diesen Sommer erwartet die von Terceira eine neue Attraktion: der neue 1. Archäologische Unterwasserpark der Azoren. Unter der Wasseroberfläche liegen nämliche einige Zeugnisse der Geschichte der Azoren verborgen. Zwei sind der „Friedhof der Anker“ und das Wrack des Dampfschiffs Vidador. Die interessanten sind alle über Wasser mit Bojen gekennzeichnet. Die Koordinaten des Rechtecks: 38°38.531N, 27°13.065W; 38°39.196N, 27°12.039W.
Der Zweimaster Lidador wurde 1873 in London in der Werft Walker gebaut. Sie war knapp 79m lang und hatte vier Decks. Das Schiff wurde durch die Transatlantic Company betrieben und im Hafen von Rio de registriert. Es war zwischen Brasilien und Portugal unterwegs und machte dabei regelmässig Stopp auf den Azoren. Am 6. Februar 1878 endete die Fahrt bei heftigem Südwind vor auf einer Sandbank vor der Festung von Sebastiao. Das Schiff schlug und er Kessel erlosch. Die Reste trieben an den Cais da Figueirinha ab wo sie heute in ca. 8m Tiefe 50m vor der zu finden sind. Die meisten verrosteten Eisenteile stammen aus dem Kesselraum. Teile des Rumpfes sind noch vorhanden.
Über vier Jahrhunderte lang war der Hafen von Angra Umschlagplatz und Anlaufstelle für unzählige Schiffe aus der alten und der Neuen Welt. Der Hafen war dank seiner geschützten Lage einer der sichersten der AZoren. Bei starkem Wind wurde die Einfahrt jedoch behindert und die Schiffe mußten auf dem offenen Meer vor Anker gehen. Der „Friedhof der Anker“ (Cemitério das Ancoras) ist heute ein Zeugnis der vergangenen Zeit. Viele Anker, gerade von unerfahrenen Kapitänen gesetzt, verkeilten sich besonders bei heftigem Seegang im Boden. Die Seile mußten gekappt werden und der Anker ging verloren. Die meisten liegen in einer Tiefe von 15 bis 35m ungefähr 500m vor dem Monte Brasil.

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